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YouTube-Partnerprogramm 2026: Voraussetzungen & Einnahmen

YouTube-Partnerprogramm 2026: alle Voraussetzungen, 55 % vs. 45 % Umsatzbeteiligung, Fan-Funding ab 500 Abos, AdSense, Steuerformular – und was 2027 neu ist.

Veröffentlicht am

Für Werbeeinnahmen aus dem YouTube-Partnerprogramm (YPP) brauchst du – Stand Oktober 2026 – 1.000 Abonnenten plus 4.000 Stunden gültige Wiedergabezeit in zwölf Monaten oder 10 Millionen gültige Shorts-Aufrufe in 90 Tagen; Kanalmitgliedschaften, Super Thanks und Shopping schaltest du in Deutschland schon ab 500 Abonnenten frei. Ab dem 1. Februar 2027 verdoppelt YouTube die Schwelle für Werbeeinnahmen bei neuen Bewerbern. Hier erfährst du, was genau zählt, welcher Anteil bei dir landet, wie Auszahlung und Steuerformular funktionieren – und warum Markenkooperationen meist mehr bringen.

Die Voraussetzungen für das YouTube-Partnerprogramm

Das YouTube-Partnerprogramm hat zwei Stufen, und laut YouTube-Hilfe stehen beide auch Creatorn in Deutschland, Österreich und der Schweiz offen.

  • Erweitertes YPP (Fan-Funding und Shopping): 500 Abonnenten, drei öffentliche Uploads in den letzten 90 Tagen und entweder 3.000 Stunden gültige Wiedergabezeit in zwölf Monaten oder 3 Millionen gültige Shorts-Aufrufe in 90 Tagen. Damit schaltest du Kanalmitgliedschaften, Super Chat, Super Sticker, Super Thanks und Shopping frei – aber noch keine Werbeeinnahmen.
  • Volles YPP (Werbung und Premium): 1.000 Abonnenten und entweder 4.000 Stunden gültige Wiedergabezeit in zwölf Monaten oder 10 Millionen gültige Shorts-Aufrufe in 90 Tagen.

„Gültig“ ist wörtlich gemeint: Es zählen nur öffentliche Videos. Private, nicht gelistete und gelöschte Videos fallen heraus, ebenso Aufrufe aus Werbekampagnen. Wiedergabezeit aus dem Shorts-Feed zählt nicht auf die 4.000 Stunden – Langformat und Shorts sind getrennte Wege, und du musst einen davon vollständig erfüllen.

Dazu kommen formale Punkte: Du lebst in einem Land, in dem das Programm verfügbar ist, hast keine aktive Verwarnung wegen der Community-Richtlinien, die Bestätigung in zwei Schritten für dein Google-Konto ist aktiv, du hast Zugriff auf die erweiterten Funktionen und genau ein verknüpftes AdSense-Konto. Für Mitgliedschaften, Super Chat und Super Thanks musst du mindestens 18 Jahre alt sein; Werbeeinnahmen können Jüngere nur beziehen, wenn ein Erziehungsberechtigter die Auszahlung über AdSense übernimmt.

Wichtig: Die Schwelle zu erreichen heißt noch nicht, aufgenommen zu sein. YouTube prüft den ganzen Kanal nach seinen Monetarisierungsrichtlinien – laut Hilfe dauert das in der Regel etwa einen Monat.

Was sich ab Februar 2027 ändert

Am 10. August 2026 hat YouTube im offiziellen Blog eine Überarbeitung des Partnerprogramms angekündigt. Sie greift am 1. Februar 2027, die Details stehen in der YouTube-Hilfe:

  • Höhere Einstiegshürde: Neue Bewerber brauchen für Werbe- und Premium-Einnahmen 8.000 Stunden gültige Wiedergabezeit in den letzten 365 Tagen oder 20 Millionen gültige Shorts-Aufrufe in 90 Tagen – doppelt so viel wie bisher. Die 1.000 Abonnenten bleiben.
  • Fan-Funding unverändert: Für Mitgliedschaften, Super Thanks und Shopping gilt weiter die Schwelle ab 500 Abonnenten.
  • Neue Hürde für Shorts-Geld: An den Werbe- und Premium-Einnahmen der Shorts verdienst du ab Februar 2027 nur noch mit 10 Millionen gültigen Shorts-Aufrufen in den letzten 90 Tagen. Wer darunter liegt, bleibt im Programm und verdient weiter an langen Videos.
  • Bestehende Partner bleiben drin, müssen aber aktiv sein: Wer schon im YPP ist, behält seinen Status, auch unter den neuen Einstiegswerten. Als aktiv gilt ein Kanal mit 1.000 Stunden Wiedergabezeit in 365 Tagen, 1 Million Shorts-Aufrufen in 90 Tagen oder zwei langen Videos beziehungsweise fünf Shorts alle 90 Tage. Wer darunter fällt, hat 90 Tage Zeit, die Werte für Wiedergabezeit oder Shorts-Aufrufe wieder zu erreichen.

Bist du schon Partner, akzeptiere die neuen Bedingungen in YouTube Studio bis zum 31. Januar 2027 – sonst stoppen ab dem 1. Februar die Einnahmen aus den betroffenen Funktionen, bis du nachträglich zustimmst. Stehst du kurz vor den heutigen Schwellen, bewirb dich, sobald du sie erreichst.

Umsatzbeteiligung: lange Videos gegen Shorts

Wie viel von jedem Werbe-Euro bei dir ankommt, regeln die Module der YPP-Bedingungen – und die Logik unterscheidet sich je nach Format.

Lange Videos (Wiedergabeseite): Für Anzeigen in und um deine öffentlichen Videos erhältst du laut YPP-Bedingungen 55 % der Nettoeinnahmen. Videos ab acht Minuten Länge können laut YouTube-Hilfe zusätzlich Mid-Roll-Anzeigen tragen.

Shorts (Shorts-Feed): Zwischen Shorts läuft Werbung, die keinem einzelnen Video gehört. YouTube sammelt deshalb jeden Monat die Werbeeinnahmen des Shorts-Feeds in einem Topf. Daraus werden zuerst Musiklizenzen bezahlt: Nutzt ein Short einen Track, geht die Hälfte der ihm zugeordneten Einnahmen an Musikpartner, bei zwei Tracks zwei Drittel. Der Rest bildet den Creator-Pool, der nach deinem Anteil an den Shorts-Aufrufen im jeweiligen Land verteilt wird – davon behältst du laut YouTube-Hilfe 45 %, egal ob dein Short Musik nutzt oder nicht.

YouTube Premium: Schauen Premium-Abonnenten deine Inhalte, verdienst du an ihrem Abo mit. Im Blogbeitrag zur Reform beschreibt YouTube das Modell so: 30 % der Netto-Abo-Erlöse von Premium und 60 % von Premium Lite fließen in eigene Pools, aus denen Creator 55 % für lange Videos und 45 % für Shorts erhalten.

In der Praxis bringt ein einzelner Shorts-Aufruf meist deutlich weniger ein als der Aufruf eines langen Videos – vergleiche dazu den RPM beider Formate in YouTube Analytics. Ein Verlustgeschäft sind Shorts trotzdem nicht: Sie bringen Reichweite und liefern Abonnenten für die langen Videos. Wie beides zusammenspielt, zeigt unsere Seite zu YouTube Shorts.

Die Einnahmequellen im Partnerprogramm

Werbung ist nur eine von mehreren Einnahmequellen – und für kleinere Kanäle oft nicht die erste.

  • Werbung: Pre-Roll, Mid-Roll und Anzeigen im Shorts-Feed. Sie skaliert mit Aufrufen und hängt stark davon ab, wie viel Werbetreibende für deine Zielgruppe zahlen – Finanzthemen anders als Gaming, Dezember anders als Januar.
  • Kanalmitgliedschaften: Fans zahlen monatlich für Extras wie Abzeichen, exklusive Videos oder Livestreams nur für Mitglieder. Planbare Einnahmen, die mit deiner Bindung wachsen statt mit deinen Aufrufen.
  • Super Chat und Super Sticker: Bezahlte, hervorgehobene Nachrichten im Livechat – lohnend vor allem für Kanäle mit regelmäßigen Livestreams.
  • Super Thanks: Zuschauer bedanken sich mit einem Betrag unter einem Video, ihr Kommentar wird hervorgehoben – ideal für Kanäle ohne Livestream.
  • YouTube Shopping: Du verkaufst eigene Produkte über einen verknüpften Shop oder markierst Produkte anderer Marken. Seit dem 3. September 2026 rollt YouTube laut deutschem YouTube-Blog das Shopping-Affiliate-Programm auch in Deutschland aus, zum Start mit Händlern wie OTTO, MediaMarktSaturn, Kaufland und ABOUT YOU.

Für Mitgliedschaften, Super Chat und Super Thanks behältst du laut YPP-Bedingungen 70 % der Nettoeinnahmen. Ob du für das Affiliate-Programm freigeschaltet bist, zeigt dir der Monetarisierungsbereich in YouTube Studio. Musikkanäle und Kanäle mit der Einstellung „Speziell für Kinder“ sind laut YouTube-Hilfe vom Shopping-Affiliate-Programm ausgeschlossen.

Der praktische Rat: Schalte jede Quelle frei, sobald du darfst. Erfüllt ein Kanal mit wöchentlichen Livestreams die erste Stufe, verdient er über Super Chat und Mitgliedschaften, lange bevor Werbeeinnahmen möglich sind; ein Produkttest-Kanal in Fashion, Beauty oder Fitness profitiert früh von markierten Produkten.

AdSense, Steuerformular und Auszahlung

Ausgezahlt wird nicht über YouTube selbst, sondern über AdSense für YouTube. Pro Kanal ist genau ein aktives AdSense-Konto verknüpft; du legst es direkt in YouTube Studio an oder verbindest ein bestehendes. Achte darauf, dass Name und Adresse exakt zu deinen Ausweis- und Bankdaten passen.

Auszahlungsschwelle: In Euro liegt sie laut AdSense-Hilfe bei 70 €. Erst wenn dein Guthaben diesen Betrag erreicht, wird überwiesen; bis dahin sammelt es sich über die Monate an.

US-Steuerinformationen: Auch als Creator in Deutschland hinterlegst du in AdSense Steuerinformationen für die USA. Laut YouTube-Hilfe wird dabei nur der Teil deiner Einnahmen besteuert, der von Zuschauern in den USA stammt – mit einem Satz zwischen 0 und 30 %, je nachdem, ob ein Doppelbesteuerungsabkommen greift und du dessen Vorteile beanspruchst. Fehlen deine Steuerinformationen, kann Google bei einem Konto als Einzelperson bis zu 24 % deiner weltweiten Einnahmen einbehalten.

Steuern in Deutschland: Deine YouTube-Einnahmen sind hier steuerpflichtig, und je nach Umfang kommen Gewerbeanmeldung und Umsatzsteuer ins Spiel. Dieser Abschnitt ersetzt keine Steuerberatung. Sprich mit einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater, bevor die erste Auszahlung kommt – nicht erst bei der Steuererklärung.

Warum Markenkooperationen meist mehr bringen als Werbeerlöse

Um Werbeeinnahmen realistisch einzuschätzen, brauchst du zwei Kennzahlen aus YouTube Analytics. Der CPM zeigt, was Werbetreibende pro 1.000 Anzeigenimpressionen zahlen – vor YouTubes Anteil. Der RPM zeigt, was du pro 1.000 Aufrufe tatsächlich verdienst – nach YouTubes Anteil, über Werbung, Premium, Mitgliedschaften und Super Chat und über alle Aufrufe gerechnet, auch die ohne Werbung. Laut YouTube-Hilfe liegt der RPM deshalb unter dem CPM, und nur er taugt für deine Planung.

Pauschale RPM-Werte aus dem Netz helfen dir nicht: Nische, Zuschauerland, Videolänge und Jahreszeit verschieben ihn stark. Rechne mit deinen eigenen Zahlen – Aufrufe mal RPM geteilt durch 1.000. Ein Rechenbeispiel: Damit ein Video mit 100.000 Aufrufen über das YPP 3.000 € einspielt, bräuchtest du einen RPM von 30 €. Vergleiche das mit deinem eigenen RPM.

Markenkooperationen funktionieren anders: Eine Marke bezahlt deine Glaubwürdigkeit bei einer bestimmten Zielgruppe, nicht den Werbeplatz. Zur Orientierung liegen Micro-Creator (10.000–50.000 Follower) bei 250–1.500 € und Mid-Tier-Creator (50.000–250.000) bei 1.500–5.000 € pro Beitrag; bei YouTube-Integrationen richtet sich der Preis zusätzlich nach den erwarteten Aufrufen. Eine einzige Kooperation kann so mehr einbringen als ein ganzer Monat Werbeerlöse.

Das YPP bleibt trotzdem wichtig: Es ist das Fundament, das unabhängig von Marken läuft, und deine YouTube-Statistiken sind das Argument in jeder Verhandlung. Bei creatorhub managen wir seit 2019 Creator auf allen Plattformen; wie das läuft, steht auf unserer Seite für Creator. Marken, die mit YouTube-Creatorn arbeiten wollen, finden alles Weitere unter YouTube-Marketing.

Einnahmequellen im Überblick

YPP-Einnahmequellen nach Voraussetzung und Umsatzbeteiligung, Stand Oktober 2026
EinnahmequelleVoraussetzungDein AnteilPasst zu
Werbung LangformatVolles YPP (ab 1.000 Abos)55 % nettoTutorials, zeitlose Themen, lange Formate
Werbung Shorts-FeedVolles YPP; ab Feb. 2027 zusätzlich 10 Mio. Shorts-Aufrufe in 90 Tagen45 % des Pool-AnteilsReichweitenstarke Shorts-Kanäle
YouTube PremiumVolles YPP (ab 1.000 Abos)55 % Langformat, 45 % ShortsAlle werbemonetarisierten Kanäle
KanalmitgliedschaftenErweitertes YPP (ab 500 Abos), ab 18 Jahren70 % nettoCommunitys mit Stammzuschauern
Super Chat & Super ThanksErweitertes YPP (ab 500 Abos), ab 18 Jahren70 % nettoLivestreamer, treue Fans
YouTube ShoppingYPP; Affiliate wird in Deutschland seit Sept. 2026 ausgerolltProvision je HändlerProdukttests, Fashion, Beauty, Fitness

Prozentsätze laut YPP-Bedingungen und YouTube-Hilfe; maßgeblich sind die Module, die du in YouTube Studio akzeptiert hast.

Häufige Fragen

Wie viele Abonnenten brauche ich für das YouTube-Partnerprogramm?

Für Werbeeinnahmen brauchst du 1.000 Abonnenten plus 4.000 Stunden gültige Wiedergabezeit in zwölf Monaten oder 10 Millionen gültige Shorts-Aufrufe in 90 Tagen. Fan-Funding wie Kanalmitgliedschaften und Super Thanks gibt es in Deutschland schon ab 500 Abonnenten, drei Uploads in 90 Tagen und 3.000 Stunden oder 3 Millionen Shorts-Aufrufen.

Zählen Shorts-Aufrufe für die 4.000 Stunden Wiedergabezeit?

Nein, Wiedergabezeit aus dem Shorts-Feed zählt nicht auf die 4.000 Stunden. Langformat und Shorts sind zwei getrennte Wege ins YPP: entweder 4.000 Stunden mit öffentlichen langen Videos oder 10 Millionen gültige Shorts-Aufrufe in 90 Tagen.

Was ist der Unterschied zwischen RPM und CPM auf YouTube?

Der CPM zeigt, was Werbetreibende pro 1.000 Anzeigenimpressionen zahlen, der RPM, was du nach YouTubes Anteil pro 1.000 Aufrufe tatsächlich verdienst. Laut YouTube-Hilfe fällt der RPM deshalb niedriger aus als der CPM – planen solltest du nur mit dem RPM. Einen festen Betrag pro 1.000 Aufrufe gibt es nicht; fest stehen nur die Anteile: 55 % der Nettowerbeeinnahmen bei langen Videos, 45 % des zugeteilten Pool-Anteils bei Shorts.

Was ändert sich 2027 am YouTube-Partnerprogramm?

Ab dem 1. Februar 2027 brauchen neue Bewerber für Werbe- und Premium-Einnahmen 8.000 Stunden Wiedergabezeit in 365 Tagen oder 20 Millionen Shorts-Aufrufe in 90 Tagen; die 1.000 Abonnenten bleiben. Bestehende Partner behalten ihren Status, müssen die neuen Bedingungen aber bis zum 31. Januar 2027 in YouTube Studio akzeptieren, um weiter an allen Funktionen zu verdienen. Am Shorts-Pool verdient ab dann nur, wer 10 Millionen Shorts-Aufrufe in 90 Tagen hält.

Muss ich als Creator in Deutschland ein US-Steuerformular ausfüllen?

Ja, auch Creator in Deutschland hinterlegen in AdSense Steuerinformationen für die USA. Besteuert wird laut YouTube-Hilfe nur der Anteil deiner Einnahmen von Zuschauern in den USA, mit 0 bis 30 % je nach Doppelbesteuerungsabkommen; ohne Angaben kann Google bei einem Konto als Einzelperson bis zu 24 % deiner weltweiten Einnahmen einbehalten. Für deine Steuerpflicht in Deutschland ersetzt dieser Hinweis keine Steuerberatung.

Lohnt sich das Partnerprogramm, wenn Markenkooperationen mehr bringen?

Ja, das Partnerprogramm lohnt sich als Fundament, auch wenn Markenkooperationen für die meisten Creator die größere Einnahmequelle sind. Werbe- und Fan-Einnahmen laufen unabhängig von Marken weiter, und deine YouTube-Statistiken sind die Grundlage jeder Preisverhandlung. Zur Orientierung: Ein Mid-Tier-Creator (50.000–250.000 Follower) liegt pro Beitrag bei 1.500–5.000 €.